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8. Jahrgang - Nr. 5/Mai 2008
 8. Jahrgang - Nr. 5/Mai 2008
Leitartikel

Gelegen oder ungelegen

Ein Papst jenseits der political correctness

von Rudolf Kutschera


Papst Benedikt XVI. besuchte vom 15.–20. April 2008 die USA, hier mit US-Präsident George W. Bush im sog. Oval-Office des Weißen Hauses in Washington am 16. April 2008

Vor kurzem (7.4.) wiederholte der römische FAZ-Korrespondent den Verdacht, dass der Papst nicht wusste, was er tat, als er den Muslim Magdi Allam taufte, so wie er schon seine Vorlesung in Regensburg gehalten und die Karfreitagsbitte für die Juden neu formuliert habe, ohne die absehbaren verheerenden Folgen für den Dialog mit den Juden und der muslimischen Welt zu bedenken. Es ist das Korsett der political correctness, das er sich anlegen soll. Doch seine Reise in die USA hat gezeigt, dass er sich nicht so versteht. Er übt sein Amt auch nicht in dieser Weise aus. Was tat er, um seine amerikanischen Brüder zu „stärken“ – was die Aufgabe des Petrus-Amtes ist?   
Der Papst sagte bei allen sich bietenden Gelegenheiten die ‘Wahrheit' über das Vertuschen der Wahrheit. Dieser Mut zur Wahrheit, den er nicht aus seiner eigenen Klugheit schöpft, sondern aus der der Kirche und seinem Amt übergebenen Vollmacht nimmt, wurde in Amerika honoriert. Er wird dort als ein ‘öffentlicher' Faktor wahrgenommen, was auch seinem Eintreten für die universale Geltung der Menschenrechte in der Welt neues Gewicht gibt.              
(Red.)

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